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maskenscherz

Ich behaupte, dass sich prätentiöse deutsche Kritiken seit gut 79 Jahren gleich anhören.

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Nov. 22nd, 2006 | 08:36 pm
mood: sillysilly
posted by: die_gruene_fee in maskenscherz

Beweisstück eins: Es geht nicht um den individuellen Fall Klaus Mann, es geht um den typischen Fall einer Sorte Zwanzigjährigen, die nicht die Jugend repräsentieren, sondern das stagnierende Greisentum, das als klebriges Rudiment erledigter kulureller Ansätze mit unnützer Indolenz in die gärende, flutende, grundstürzende Gegenwart hineinschnarcht.
Was nicht heißen soll, dass Revue zu Vieren kein wirklich schwaches Stück ist - aber leider liest sich das Feuilleton heute noch immer so ähnlich, und der Kritiker lehnt sich zufrieden zurück.

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Comments {7}

hh

(no subject)

from: green_glitter_
date: Nov. 22nd, 2006 08:41 pm (UTC)
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Was macht man wenn alle Manuskripte von Verlagen als unverständlich abgelehnt werden?
Man geht anscheinend zur Zeitung und versucht sich als Feuilletonist ^^(jetzt sag bloß nicht der Herr Mühsam war auch noch Schriftsteller...)

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the green fairy

(no subject)

from: die_gruene_fee
date: Nov. 22nd, 2006 08:52 pm (UTC)
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Doch, war er, und veröffentlicht hat er auch. Ich muss allerdings zugeben, dass ich das vorher auch nicht gewusst hab...
Nun ja, der gute Herr war wahrscheinlich einfach zu politisch eingestellt, um am Frühwerk eines ästhetizistischen Einundzwanzigjährigen ein gutes Haar zu lassen. Was immer noch keine Erlärung dafür ist, dass man dermaßen gestelzt seinen Abscheu zur Schau stellen muss.

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